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Leseprobe

Eine Frage:

Halten Sie sich für manipulierbar? Vermutlich werden sie diese Frage jetzt entrüstet zurückweisen. ICH – und manipulierbar? NEIN! – Wer könnte MICH denn schon manipulieren? Sorry! Sie haben sie sich geirrt!

Haben sie jetzt das Wort >Sorry< als völlig geläufig und ihrem Sprachschatz angepasst gefunden? Ja? Dann sind sie doch manipuliert; etwa von Anglizismen, die eigentlich gar nicht zu unserer üblichen Sprache gehören.

Spielt aber keine Rolle!

Wir alle, sie und ich und alle anderen menschlichen Wesen sind manipuliert und werden laufend beeinflusst: Von Politikern, den Meinungsmachern, den Religionen und von einer hörigen Presse. Mag schon sein, werden sie sich jetzt vielleicht denken! Aber was dagegen tun?

Der Versuch, Meinungen gezielt zu beeinflussen und zu manipulieren, ist keine Erfindung der modernen Zeit. Doch erst durch die Massenmedien und die durch sie entstandene Reizüberflutung explodierte die Manipulation zu einer mächtigen Bombe, die besonders in Krisenszenarien zur Detonation gelangt. Egal, ob diese schon bestanden haben oder erst durch die Bombe herbei gezaubert wurden. Was leider immer wieder geschehen ist und geschieht! Einige signifikante Beispiele für Beeinflussung, Lüge und Täuschung  – sicher nicht alle – erwarten sie auf den nächsten Seiten.

Was ist >Wahrheit<?

Wir haben leider noch keine gesicherte Möglichkeit gefunden, die Lüge von der Wahrheit zu unterscheiden. Von welcher Wahrheit überhaupt? >Wahrheit< ist ein subjektiver Begriff. Einen Weg zur absoluten und wirklich objektiven Wahrheit haben wir noch nicht entdeckt! Können wir wahrscheinlich auch gar nicht entdecken.

Prinzipiell könnte aber gelten, dass die >Wahrheit der Besitzenden< gegen die >Wahrheit der Habenichtse< steht.

Irgendwie verwirrend mit dieser >Wahrheit< - oder? Wie und wo findet man sie? Der Begriff der Wahrheitsfindung wird zum ersten Mal in der Literatur der Aufklärung benutzt. Im Zeitalter der Aufklärung, als die alten Normen und Werte der Gesellschaft und der Wissenschaft als falsch angesehen wurden, liegt es beim Schriftsteller und Philosophen, nach der Wahrheit zu suchen. Gotthold Ephraim Lessing sieht die Wahrheit im Streben nach Toleranz und Humanität, wie er es in der Ringparabel darlegt. Dieses Streben allein macht, nach Lessing, den Menschen aus. In der Aufklärung bezieht der Begriff Wahrheit sich also vor allem auf des Menschen Streben, seine Lebensziele zu finden, und damit seine persönliche Freiheit zu erreichen.

In der Periode der Klassik ist der Begriff der Wahrheit eher doppeldeutig. Zum einen beschreibt er ein Menschenideal, wie zum Beispiel bei Goethe: „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut...“. Im Nationaldrama Faust geht es andererseits darum, ob und wie der Mensch zu einer absoluten Wahrheit gelangen kann, und ob das Streben danach alle Mittel rechtfertigt. Goethe zieht den Schluss, dass der Mensch dabei nur versagen kann.

Naturalisten wiederum sehen den Menschen als Produkt seiner Zeit, der Rasse und des Milieus. Sie reduzieren ihn auf ein wissenschaftlich erklärbares Subjekt. Die Wahrheitsfindung besteht für sie darin, diese Bestimmung aufzudecken. Im Aufzeigen der Realität besteht für sie die absolute Wahrheit. Autoren der Moderne werden sich bewusst, dass der Mensch im Konsum und in der Anonymität versinkt. In der Reizüberflutung vereinsamt er zusehends.

In >Homo Faber< zeigt Max Frisch einen rationalen Menschen, der dem >American Way of Life< folgt und glaubt, über allen Gefühlen zu stehen; eigentlich der ideale Mensch seiner Zeit. Ein gewissenhafter Techniker, der sich ab und zu auf Partys vergnügt, und sich im Allgemeinen nicht allzu viele Gedanken über das Leben macht. Soziale Netzwerke, die Regenbogenpresse und Verblödungsserien im TV zeigen dem Homo Faber ja ohnehin, wie Leben funktioniert. Das ist für ihn bequem und erspart ihm lästige Gehirnarbeit.

Früher wussten sie es aber auch nicht viel besser: Meine Großmutter etwa war felsenfest davon überzeugt, dass – wenn die Republik Österreich den geschassten Habsburgern wieder die Einreise gestatten würde -, sofort alle Pensionen gestrichen würden! Warum? Das wusste sie zwar nicht, aber sie glaubte es halt. Gut, der schon lange verstorbenen Dame – sie war ein herzensguter Mensch - sind auch hin und wieder irgendwelche Heilige im Traum erschienen – na ja!

Was bleibt also für den Wahrheit suchenden Menschen über?

Ich kann nur an sie und sie und sie auch appellieren, so kritisch wie es ihnen nur möglich ist zu sein. Kritisch gegenüber den Meinungsmachern, den Politikern – egal welchen Couleurs – den Medien und auch den spirituellen Führern gegenüber. Das, was ihnen persönlich wichtig ist,  hinterfragen, überprüfen und erst dann darüber entscheiden: Ist das für mich wahr oder eher nicht.

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