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LESEPROBE

Das Museumsquartier ist ein Areal im 7. Wiener Gemeindebezirk, nahe dem Zentrum der Stadt. Das kulturelle Angebot reicht von bildender und darstellender Kunst, Architektur, Musik, Mode, Theater, Tanz, Literatur und Kinderkult bis hin zu den neuen Medien. Laufende Sonderausstellungen ergänzen das überkomplette kulturelle Angebot. Das Museumsquartier ist das achtgrößte Kulturareal der Welt. In der Mitte des weiträumigen Platzes war ein großes Zelt aufgestellt worden. Hunderte Plakate, in ganz Wien verteilt, wiesen auf die kommende Sonderausstellung zum Thema „Templer, Kreuzfahrer und andere“ hin. Die Kuratorin der Ausstellung, Frau Dr. Heike Gloss, hatte in monatelanger Vorbereitung eine Menge Leihgaben aus ganz Europa organisiert; aus dem British Museum in London, dem Deutschen Nationalmuseum in Berlin, vom Museum der Ritterorden in Paris und anderen Kulturstätten, wie der Zitadelle von Sultan Saladin in Kairo und natürlich auch aus den Beständen der gut sortierten Wiener Museen. Ein privater Wachdienst sorgte für die Sicherheit der Besucher. Aber niemand befürchtete ernsthafte Probleme. Man war doch in Wien!

In einer der Vitrinen war auch eine alte eiserne Schatulle, zur Verfügung gestellt vom Wiener Schottenstift, zu betrachten. Die Besucher würden eine Menge prächtiger Rüstungen, Waffen aller Art, Gewänder und wertvolle Schriften bewundern können. Die unscheinbare  Schatulle würde, bei der Menge der sonstigen Objekte, vermutlich kein besonderes Interesse hervorrufen. Ein keltisch-irischer Missionar brachte sie vor Jahrhunderten nach Wien und deponierte sie im neugründeten Schottenstift. Mit der strengen Auflage, sie niemals zu öffnen. Dort lagerte sie seit Jahrhunderten und nicht beachtet im Keller. Der neue Archivar des Stiftes hatte sie wieder entdeckt und stellte sie der Ausstellung zur Verfügung. Sie passte seiner Ansicht nach in die Zeit der Kreuzzüge und des Ordens der Templer und war, wegen der geheimnisvollen Warnung am Deckel, noch dazu von einer Aura des Mysteriösen umgeben. Sie zu öffnen hatte noch nie wer gewagt. All das war informativ auch in der Vitrine deponiert; neben der Schatulle. Die Besucher konnten sich also die Köpfe zerbrechen, was in der alten Schatulle wohl verborgen war.

Viel echte und sich auch dafür haltende Prominenz hatten sich zur Eröffnung der Ausstellung versammelt. Ebenso zahlreiche Vertreter der Medien. Es war dies die erste Ausstellung dieser Art in Wien. Mit diversen Ansprachen würde man dem auch Rechnung tragen. Danach würde der Wiener Bürgermeister die Ausstellung eröffnen. Für das leibliche Wohl und den Durst der Prominenz hatte das Café im Museumsquartier einige Stehtischchen aufgestellt, auf denen kleine Snacks und Knabbereien zum Naschen einluden. Drei Mädchen gingen mit Tabletts herum, auf denen Getränke angeboten wurden. Alles in allem war es eine erfreuliche und gelöste Stimmung. Dazu trug auch ein Musikant bei, der in mittelalterlicher Kostümierung auf einer historischen Laute zur Unterhaltung beitrug. Danach würde eine Musikgruppe mittelalterlichen Sound in modernem Gewand zum Besten geben. Zu der Band gehörte auch die junge Inspektorin Maria Grün vom Landeskriminalamt Wien, Abteilung K3, Mordkommission. Die jungen Leute hatten für diesen Auftritt lange geprobt und erhofften sich endlich  den ersehnten Durchbruch. Grün war auch dementsprechend aufgeregt.

Zuerst sprach die Kuratorin, Frau Dr. Heike Gloss, über die Bedeutung der von ihr zusammengetragenen Objekte für die kulturelle Entwicklung Europas. Sie wies auf die Besonderheit einzelner Stücke hin und erwähnte nebenbei auch die mysteriöse Schatulle.  Danach bedankte sich der Leiter des Museumquartiers für das Interesse an der Ausstellung und hob die Leistung von Frau Doktor Gloss besonders hervor. Er erwähnte dabei auch die weltweite Einmaligkeit des Museumquartiers und die Vielfältigkeit des kulturellen und auch kulinarischen Angebots. Danach würde der Bürgermeister seine Eröffnungsrede halten und mit dieser war dann die Ausstellung allgemein zugänglich. Trotz der etwas überhöhten Ticketpreise rechnete man mit sehr vielen Besuchern.

Von außerhalb unterbrachen auf einmal laute Bravorufe und begeistertes Kindergeschrei die Eröffnungsgala. Man vernahm das unwillige Schnauben von Pferden und hörte Hufgetrappel. Dann standen vor dem Haupteingang auf einmal vier Berittene auf riesengroßen graugefleckten Gäulen. Einer, er schien der Anführer zu sein, bildete den Anfang. Die anderen Drei standen hinter ihm. Sie alle trugen eiserne Rüstungen und darüber weiße Umhänge mit aufgestickten roten Tatzenkreuzen; den Insignien der Templer. Ihre Gesichter waren nicht zu erkennen. Sie trugen die für das 13. Jahrhundert typischen Topfhelme, die nur einen schmalen Sehschlitz aufwiesen. An der Seite hatte jeder der Vier ein langes Schwert hängen. Die Eröffnungsgäste applaudierten begeistert und machten ihnen bereitwillig Platz. Man freute sich über diese – wie man annahm – zusätzliche Attraktion zur Ausstellung.

Dann zog der Anführer auf einmal sein langes Schwert und wies damit auf das Zelt in der Mitte des Platzes hin. Das war das Signal für die anderen Drei. Sie gaben ihren Gäulen die Sporen und galoppierten durch das Tor hinein. Die Gäste freuten sich und applaudierten wieder. Die Kuratorin und der Direktor waren verwirrt. Was hatte dieser ungeplante Auftritt zu bedeuten? Etwa eine überraschende Aktion durch einen der Sponsoren? Na egal! Hauptsache die Gäste waren begeistert. Schnell aber schlug die Begeisterung in blankes Entsetzen über, als drei der Ritter aus ihren Umhängen kurzläufige Maschinenpistolen hervorholten und damit wahllos in die Menge feuerten. Wie Blitze zuckten die Geschosse durch die Luft und trafen Alte und Junge, Männer, Frauen und Kinder. Die unbewaffneten Sicherheitsleute, die Kuratorin und der Direktor stürzten wohl zu den Pferden hin, hatten aber keine Chance, sie zu erreichen. Sie fielen als erste den Geschossgarben zum Opfer. Was war das für ein Horror? Terroristen, Räuber oder ähnliches? Maria Grün, die Inspektorin des K3 bedauerte, ihre Dienstwaffe nicht dabei zu haben. Freilich, viel hätte sie damit gegen die MP’s ohnehin nicht ausrichten können. Es widerstrebte ihr aber, sich wehrlos abschlachten zu lassen. In der Aufregung fand sie auch ihr Mobilphone nicht. Irgendwo hatte sie es, aber wo? Sie brüllte also „Deckung! Geht in Deckung!“ Bei dem Krach hörte sie aber fast niemand.

Der Platz glich kurz darauf einem Schlachthof. Blut! Überall Blut! Ungläubig und unfähig sich zu rühren starrte der Bürgermeister auf das Szenario. Dann trafen ihn ebenfalls einige Geschosse. Er fiel zu Boden. Verletzte und sterbende Menschen schrien, andere suchten irgendwo und irgendwie Deckung. Den wenigsten  gelang das aber. Wie Gespenster aus einer anderen Welt saßen die Drei auf ihren Gäulen und feuerten ununterbrochen. Immer mehr Menschen fielen ihnen so zum Opfer. Der vierte Ritter war direkt ins Zelt hineingeritten. Von innen hörte man ebenfalls Schüsse und splitterndes Glas. Dann tauchte der vierte Ritter wieder auf. Unter dem Arm die unscheinbare eiserne Schatulle. Er zog wieder sein Schwert und reckte es triumphierend in die Höhe. Schlagartig endete die Schießerei.  Die Schützen rissen ihre Pferde herum und galoppierten unter Ausnützen der totalen Verwirrung in Richtung Burggarten davon…

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