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Leseprobe

Die Kroniden herrschen unangefochten über die Planetenwelt in der Cygnus-Sphäre; nach unseren Maßstäben etwa 1.480 Lichtjahre von der Erde entfernt. Sie waren eine äußerst kriegerische Spezies. Woher sie gekommen waren und wann, das wussten sie nicht. Es interessierte sie aber auch nicht wirklich. Sie waren das Produkt einer seltsamen Evolution, die die allgemeingültigen Grundgesetze des Universums, wie Toleranz, Respekt vor anderen und dergleichen, aus irgendeinem Grund nicht berücksichtigt hatte. Mit ihrer gewaltigen Militärmaschinerie hatten sie bisher alle anderen Völker auf ihren Nachbarplaneten brutal unterjocht, zu Sklaven gemacht und oft auch getötet. Jeder Widerstand wurde so von ihnen beseitigt. Schonungslos und erbarmungslos. Sie waren die Raubritter der Cygnus-Sphäre. Eine Herrenrasse, die sich allen anderen Spezies in ihrem Universum weit überlegen fühlte. Für die Kroniden galt seit jeher nur das „Recht des Stärkeren“. Und das waren sie bisher immer gewesen.

Der Clan der Ilkas, aus der Population der Kroniden flieht von dieser brutalen Welt, angeführt von Uzurel und Simron. Sie haben sich mit den herrschenden Warongs auf Grund deren Brutalität überworfen und müssen mit ihrer umgehenden Terminierung durch die Warongs rechnen. Sie riskieren bei ihrer Flucht alles, zerstören vorher den Raumhafen von Morodot, die kronidische Hauptstadt, fliegen durch ein Wurmloch und landen auf dem Mars, den sie Oreia nennen. Sie kultivieren Oreia und errichten drei große Städte; darunter auch ihre Hauptstadt Atlantis. Jahrtausende leben sie hier in Ruhe und Frieden, in der Vita Completiva. Sie haben sich Androiden geschaffen, die ihnen alle Tätigkeiten abnehmen und die für alle möglichen Zwecke verwendbar sind. Doch die Warongs haben sie nicht vergessen! Die Zeit im Cygnus ist eine andere, wie auf Oreia. Sie rächen sich brutal an ihnen, vernichten dabei fast alle Ilkas und zerstören die gesamte Infrastruktur Oreias. Oreia wird so zum Roten Planeten, wie wir ihn heute kennen: lebensfeindlich und unbewohnbar.

Einigen der Ilkas, darunter auch den führenden Wissenschaftlern gelingt die Flucht; mitsamt der Jahrtausende alten Datenbank des Wissens. In dieser Datenbank haben sie all ihr Wissen gespeichert. Auch das von schon lang Verstorbenen. Sie flüchten auf einen der nächstliegenden Planeten; die Erde, die sie Gäa nennen. Dort beginnen sie, sich Sklaven, nach dem Vorbild der Androiden, mittels Genmanipulationen zu schaffen. Sie verwenden Menschenaffen, Gorillas und Schimpansen, als Probanden. Der Homo sapiens wird letztendlich das zufriedenstellende Endprodukt einer lang andauernden Entwicklung werden! Ihm präsentieren sich die Nachfolger der Geflüchteten als Götter. Götter, die von ihren Geschöpfen die totale Unterwerfung und Opfergaben erwarten. Auch der Dienst für die Götter (Zwangsarbeit und Sklaverei) wird von ihnen erwartet. 

In der Phase des Menschenmachens verzeichnen die Oreianer allerdings auch viele Fehlentwicklungen, wie Tiermenschen, Riesen, Zwerge und mehr hirnlose Wesen. Die Riesen (Titanen) erklären den Göttern den Krieg. Sie wollen die Weltherrschaft. Der Titan Prometheus wird zum Verräter an seiner Art und stellt sich auf die Seite der Götter. Diese reagieren schnell und brutal. Durch Wettermanipulationen und das Schmelzen der Eismassen, die damals etwa ein Drittel der Erdoberfläche bedecken, erzeugen sie eine weltweite Flutkatastrophe, bei der der Großteil der Homo sapiens, die menschenfressenden Titanen und die anderen Mischwesen ertrinken. Einige Menschen allerdings haben die Götter vorgewarnt. Sie hatten sich überlegt, dass sie ohne diese der göttlichen Position beraubt wären. Was wären sie denn ohne Menschen, die sie anbeten und verehren? Diese überleben die Flut mittels gebauter Schiffe. Die Götter schließen mit den Überlebenden einen Bund, der den Menschen auf ewige Zeiten dazu verpflichtet, ihnen zu dienen, zu opfern und zu gehorchen.

So ist es bis heute auch geblieben!

Eine fesselnde Story, die man nicht mehr aus der Hand geben möchte.

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