Leseprobe

Nicht einmal seine Mutter hätte ihn mehr erkannt! Geschweige denn, andere Verwandte oder Freunde.

Er lag bäuchlings in der Sonne eines Kaffs namens  Bosanska Bojna in der Gemeinde Velika Kladusa im Nordwesten Bosniens im Hof der Madrasa.

Die Arme und Beine schmerzhaft aneinander gebunden, sodass er wie eine lebende Schaukel aussah. Seinen Kopf hatten sie ganz bewusst in eine Sandkuhle gepresst.

Mit jedem Atemzug zog er so auch Ameisen und andere derartige Viecher in seinen Mund hinein. Diese krabbelten dann ganz neugierig in seiner Mundhöhle herum und wunderten sich, dass er fast keine Zähne mehr hatte. Da hätten sie eventuell Speisereste finden können. Einige drangen auch weiter vor; in die Luftröhre und von da noch tiefer in ihn hinein.

Auf seinem noch jugendlichen Körper saß noch ein Kopf – was heißt Kopf? Das war ein blutiges Etwas, das allem möglichen glich, nur keinem menschlichen Kopf. Sie hatten ihm den Schädel glatt rasiert, die Zähne entweder ausgeschlagen oder brutal gezogen. Sein linkes Auge hing aus der Augenhöhle und das Nasenbein hatte man ihm gebrochen. Angelockt durch das viele Blut kreisten ganz aufgeregt ganze Fliegenschwärme um ihn herum.

Er konnte nicht einmal mehr um Hilfe rufen. Die geschwollene Zunge gab nicht mehr als ein Stöhnen her. Es hätte ihm ohnehin aber nichts genützt.

Nein!

Niemand würde ihm hier helfen, aus der Situation zu entkommen! Er konnte nur mehr auf die rasche Erlösung durch einen gnädigen Tod hoffen.

Seit Wochen verfluchte er sich selber für seine Idiotie, aus dem sicheren Heimatort ausgebrochen zu sein um sich der radikal-islamistischen Gruppe freiwillig anzuschließen. Er wollte mithelfen, den wahren Glauben – er war schon daheim zum Islam konvertiert -  in der Welt zu verbreiten. Dafür war er bereit im Namen Allahs zu kämpfen und, wenn es so geschehen sollte, auch zu sterben. So hatte es ihm der Imam daheim versprochen und auch zusätzlich noch jede Menge Abenteuer dazu. Kämpfer für Allah zu werden, sei eine gewaltige Auszeichnung und Ehre!

Zu spät erkannte er, dass diese Gruppe eigentlich nichts anderes war, als eine Bande von brutalen und rücksichtslosen Verbrechern. Verbrechern, die wahllos mordeten, vergewaltigten und raubten. Er wollte weg! Möglichst rasch zurück und zu seinen Eltern.

Aber der Fluchtversuch scheiterte kläglich.

Sie hatten ihn nach zwei Tagen wieder eingefangen. Ihr Sicherheitsapparat war eine Spezialeinheit, die neue Ankömmlinge durchleuchtet und sogenannten Tests unterzieht, Deserteure und Spione verfolgt, foltert und hinrichtet. Er zeichnet sich durch noch mehr Brutalität aus, als die restlichen Truppen der Organisation. Auffallend viele deutsche Islamisten haben dort das Sagen!

Jetzt galt er als ein Hochverräter und Deserteur.

Und auf Verrat sieht die Scharia, die sie konsequent befolgten, die Todesstrafe durch Enthaupten vor. Er wusste, was ihm blühte und hoffte nur, dass es möglichst schnell vorbei ging. Ob er als Deserteur auch in Allahs Paradies aufgenommen werden würde, wusste er nicht. Er hoffte aber darauf.

Die Tür der Madrasa öffnete sich. Heraus trat der Leiter des Ausbildungslagers, Imam Husein Bosnić, einige seiner Milizionäre und eine Gruppe von etwa fünfzehn jungen Leuten. Die Mädchen, der Sitte entsprechend, tief verschleiert.

Sie standen um ihn herum. Stumm und ohne irgendeine Reaktion. Da war kein Schrecken, kein Entsetzen zu bemerken. Nur Teilnahmslosigkeit. Irgendwie wirkten sie wie Zombies.

Bosnić deutete auf den am Boden liegenden Burschen: „So ergeht es all denen, die ihre Aufgabe, Allah mit allen Kräften zu dienen, feige und schmählich verraten! Eine oder einer von Euch“, er wandte sich der Gruppe zu „hat nun die ehrenvolle Aufgabe, unserem heiligen Gesetz Genüge zu tun. Meldet sich wer freiwillig?“

Nach einigen Momenten des Zögerns hob eines der verschleierten Mädchen die Hand. „Ich tu es!“, sagte sie.

Wohlwollend nickte Bosnić.  „Du bist eine tapfere Tochter Allahs“. Er lange in seinen Kaftan und holte eine Machete hervor. Die gab er dem Mädchen. „Nun vorwärts, tue deine heilige Pflicht!“

Das Mädchen, der Stimme nach zu schließen war sie noch sehr jung, hielt triumphierend die Machete in die Luft. Dann trat sie zu dem am Boden liegenden Menschen hin, holte aus und schlug sie ihm in den Hals hinein. Aber sie hatte nicht genug Kraft in den Händen, den Kopf gleich vom Rumpf zu trennen. Der arme Mensch war noch am Leben, an seinem Hals zwar mit einer tiefen Wunde, aber der Schädel war nicht abgetrennt. Er gurgelte mit letzter Kraft. Sie holte noch einmal aus. Diesmal gelang es ihr, auch den restlichen Hals abzutrennen. Der Kopf kollerte einige Zentimeter weg vom Körper. Die toten und entsetzt aufgerissenen Augen starrten sie vorwurfsvoll an.

Stumm hatten die anderen die Szene beobachtet. Einer der Zuseher konnte nicht anders; er wandte sich zur Seite und spie sich die Seele heraus.

Verächtlich beobachtete das zur Mörderin gewordene Mädchen den Kotzenden. „Allahu Akbar“, schrie sie. Dann gab sie dem Imam das blutige Mordwerkzeug zurück. Triumphierend blickte sie in die Runde der anderen. So, als würde sie Applaus erwarten.

„Du bist nun zum leuchtenden Vorbild für viele geworden“, lobte er sie. „Wir werden Dir später ganz besondere Aufgaben gestatten!“

Was das Mädchen nicht gesehen hatte war, dass die gesamte Hinrichtung per Video aufgezeichnet worden war. Die radikalen Glaubenskämpfer würden es noch am gleichen Tag ins Netz stellen und damit weltweit wieder Entsetzen, Ekel und Abscheu verbreiten.

Sie warfen die kopflose Leiche des Burschen einfach in den Wald. Die Tiere würden sich schon darum kümmern.

Einer der anderen Kämpfer hatte seinen Spaß daran, den abgeschlagenen Schädel wie einen Fußball zu missbrauchen. Er kickte ihn der Leiche hinterher.

Der junge Bursche kotzte weiter.

In Graz, der Hauptstadt der Steiermark, hatte eine Mutter soeben ihren Sohn verloren; sie wusste es nur noch nicht. Hoffentlich würde sie es nie erfahren.

Das Donauinselfest in Wien ist ein Open-Air mit freiem Eintritt, das seit 1984 jährlich gegen Ende Juni an einem Wochenende stattfindet. Mit über drei Millionen Besuchen an drei Tagen ist es das größte regelmäßig stattfindende Musikfestival weltweit.

Nationale und internationale Showgrößen betrachten es als eine Auszeichnung, für einen Gig auf der Donauinsel engagiert zu werden. Es gibt immer eine Hauptbühne – für die Stars – und mehrere Nebenbühnen für die noch nicht so bedeutenden Künstler. Die dargebotenen Musikprogramme reichen vom Welthit bis hin zu Country Songs und auch Auftritten von Newcomern.

1992 etwa spielte Udo Jürgens vor 220.000 Zuschauern, 1993 war einer der großen Höhepunkte das Konzert Falcos mit mehr als 150.000 Fans. 1995 trat die Kelly Family vor 250.000 Besuchern auf, 2006 sang Österreichs neuer Star Christina Stürmer vor rund 180.000 Zuschauern.

Neben den musikalischen Großereignissen sorgen zahlreiche Imbissstände für das leibliche Wohl der Besucher. Und immer wieder gibt es auch Leute, die es mit dem alkoholischen Genuss übertreiben. Aber gegen Randalierer steht ein Großaufgebot der Polizei im Einsatz und Alkoholleichen werden durch anwesende Sanitäter versorgt. Kurzum: die Veranstalter treffen immer alle denkbaren Vorkehrungen, damit das Fest gesichert ablaufen kann.

Widerwillig, aber doch, hatte sich Riegler bereitgefunden, das diesjährige Fest zu besuchen. Er war zwar absolut kein Freund von Masseveranstaltungen dieser Art, aber heute hatte das Küken der Kriminalgruppe K3, die Inspektorin Maria Grün,  einen Auftritt mit ihrer Band. Zwar nur auf einer der zahlreichen Nebenbühnen, aber immerhin; sie war dabei. …

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