Jackpot

oder die unglaubliche Geschichte der Benedikta Leberfinger

Komödie für 8 Mitwirkende

Der Chef der staatlichen Lotteriegesellschaft, Mag. Wenzel Nepper, kommt zum zuständigen Sektionschef, Dr. Otto Grauslich, ins Finanzministerium; die privaten Wetteinsätze gehen dramatisch zurück, da in den letzten Wochen keine großen Gewinne mehr an die Bevölkerung ausgeschüttet wurden. Die Lottogesellschaft befürchtet, das ihr vom Finanzminister gesetzte Jahresziel nicht zu erreichen. Der Sektionschef erklärt unter strengem Hinweis auf die besondere Amtsverschwiegenheit, dass die Wetteinsätze der letzten Zeit ausschließlich einem Verein zugeführt wurden, der das Ansehen des Ministers in der Öffentlichkeit steigern soll. Die beiden Herren planen daher einen Deal um die privaten Wetteinsätze wieder zu steigern. Sie beschließen unter neuerlichem Hinweis auf die besondere Amtsverschwiegenheit, der hoch verschuldeten und obdachlosen Benedikta Leberfinger (einer weit entfernten Verwandten von Grauslich), einen Sologewinn, eben den Jackpot, zu verschaffen.

In der „Szene“ (Das Stück spielt in einer großen Stadt, Berlin, München, Wien ???), ist Benedikta >Beeny> Leberfinger gerade mit dem ebenfalls arbeits- und unterstandslosen einstigen Musiker Matthias Rotzerl, dem King, in heftigem Streit begriffen. Der betrunkene Rotzerl will sie unbedingt zum Sex mit ihm zwingen. Sie wehrt sich nach Kräften, aber keiner hilft ihr. Weder die „Fee“, eine schwere Alkoholikerin, die  angeblich früher Schauspielerin war, noch der „Inder“, ein gescheiterter Student, der nie in Indien war. In dieser Gesellschaft ist sich eben jeder selbst der Nächste.

Benedikta und Fee flüchten in eine Wohngemeinschaft für misshandelte und obdachlose Frauen. Geleitet von Hilde Rotzerl, der Exfrau von Matthias Rotzerl. Hilde plant mit ihrer Initiative den Sprung in die Politik zu schaffen. Negative Erfahrungen mit den Männern und deren Gewalt werden ausgetauscht.

Plötzlich taucht Nepper auf und überbringt ihr einen Geldkoffer mit dem Sologewinn der letzten Spielrunde. Benedikta hat aber noch nie Lotto gespielt.

Sie ist plötzlich und unvermutet reich geworden und steht im Mittelpunkt der Öffentlichkeit. Sie wird total vermarktet und durch ihre plötzliche Berühmtheit auch zur „öffentlichen Person“. Dr. Grauslich will das zu Gunsten seiner Partei ausnützen (Stimmenfang) und sie wird ohne ihr Zutun die neue Frauenministerin. Grauslich, der alle Frauen „für strohdumm“ hält, wird ihr als Kabinettschef zur Seite gestellt. Die neue Ministerin verhält sich aber ganz anders, als sich das Grauslich und Nepper vorgestellt haben…

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