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Reglos standen die beiden Brüder Attila und Bleda vor dem riesigen Scheiterhaufen, auf dem gerade ihr Vater Mundzuk verbrannte. Reiter umkreisten unter lauten Klagerufen den Scheiterhaufen. Mundzuk war zusammen mit seinen Brüdern Oktar und Rua der Führer der Hunnen im Balkanraum gewesen und somit einer der drei hunnischen Könige. Rua starb bereits 434 unter ungeklärten Umständen. Über Oktars Ende ist nichts bekannt. Attila und Bleda standen nun vor der schweren Aufgabe, die von ihrem Vater begonnene weitgehende Einigung der Hunnen im Balkanraum zu vollenden. Zu dem großen Kriegerverband, der ihm und Bleda unterstand, zählten neben Sondergruppen wie den Akatziren, höchst verschiedene germanische und sogar kleinere iranische Gruppen.„Man muss die reichen Fettsäcke in Sicherheit wiegen“, meinte Attila zu Bleda. „Unsere Strategie sollte es sein, den trägen vollgefressenen Römern, sowohl in Konstantinopel als auch in Rom, erst unseren Friedenswillen zu demonstrieren und, wenn sie das gefressen haben, mit unserer Armee über sie herzufallen!“ „Bist du gar mutlos geworden, kleiner Bruder?“, spöttelte Bleda. „Wir schreiben unsere Verträge mit Pfeil und Bogen, auf dem Rücken unserer Pferde. So haben es die Hunnen immer schon gehalten und sind dabei gut gefahren. Unseren Soldaten dürstet es nach Gold und Weibern!“ „Ich weiß“, entgegnete Attila seinem älteren Bruder. „Vergiss aber dabei nicht, dass unsere künftigen Gegner immer noch über große Armeen verfügen. Wenn sie sich gar vereinigen, dann würde uns das viele Opfer kosten!“ „Hast du schon jemals einen der unseren erlebt, der sich vor dem Tod im Kampf gefürchtet hat“, brauste Bleda auf. „Je mehr sterben, desto mehr bleibt an Gewinn für die, die überleben!“ „Brüderchen! Das halte ich nicht für klug. Meine Taktik scheint mir die bessere zu sein.“ Ganz sanft und leise hatte Attila dies gesagt. In seinen Augen aber loderte dabei ein Feuer, das ein Klügerer als Bleda wohl erkannt hätte.Bleda aber war nicht klug. Ein Rabauke und furchtloser Draufgänger war er. Denken und Planen aber zählte nicht zu seinen Stärken. Voneinander unzufrieden gingen die Brüder auseinander. Jeder in seine Jurte und x...

Reglos standen die beiden Brüder Attila und Bleda vor dem riesigen Scheiterhaufen, auf dem gerade ihr Vater Mundzuk verbrannte. Reiter umkreisten unter lauten Klagerufen den Scheiterhaufen.

Mundzuk war zusammen mit seinen Brüdern Oktar und Rua der Führer der Hunnen im Balkanraum gewesen und somit einer der drei hunnischen Könige. Rua starb bereits 434 unter ungeklärten Umständen. Über Oktars Ende ist nichts bekannt.

Attila und Bleda standen nun vor der schweren Aufgabe, die von ihrem Vater begonnene weitgehende Einigung der Hunnen im Balkanraum zu vollenden. Zu dem großen Kriegerverband, der ihm und Bleda unterstand, zählten neben Sondergruppen wie den Akatziren, höchst verschiedene germanische und sogar kleinere iranische Gruppen.

„Man muss die reichen Fettsäcke in Sicherheit wiegen“, meinte Attila zu Bleda. „Unsere Strategie sollte es sein, den trägen vollgefressenen Römern, sowohl in Konstantinopel als auch in Rom, erst unseren Friedenswillen zu demonstrieren und, wenn sie das gefressen haben, mit unserer Armee über sie herzufallen!“

„Bist du gar mutlos geworden, kleiner Bruder?“, spöttelte Bleda. „Wir schreiben unsere Verträge mit Pfeil und Bogen, auf dem Rücken unserer Pferde. So haben es die Hunnen immer schon gehalten und sind dabei gut gefahren. Unseren Soldaten dürstet es nach Gold und Weibern!“

„Ich weiß“, entgegnete Attila seinem älteren Bruder. „Vergiss aber dabei nicht, dass unsere künftigen Gegner immer noch über große Armeen verfügen. Wenn sie sich gar vereinigen, dann würde uns das viele Opfer kosten!“

„Hast du schon jemals einen der unseren erlebt, der sich vor dem Tod im Kampf gefürchtet hat“, brauste Bleda auf. „Je mehr sterben, desto mehr bleibt an Gewinn für die, die überleben!“

„Brüderchen! Das halte ich nicht für klug. Meine Taktik scheint mir die bessere zu sein.“ Ganz sanft und leise hatte Attila dies gesagt. In seinen Augen aber loderte dabei ein Feuer, das ein Klügerer als Bleda wohl erkannt hätte.

Bleda aber war nicht klug. Ein Rabauke und furchtloser Draufgänger war er. Denken und Planen aber zählte nicht zu seinen Stärken.

Voneinander unzufrieden gingen die Brüder auseinander. Jeder in seine Jurte und jeder zu seinen Frauen.

 In Attilas Kopf aber war schon längst ein Plan gereift. Er zählte nun in etwa 34 Jahre – so genau wusste er das nicht – und hatte vor, die Nachfolge beider – in seinen Augen – degenerierter römischer Staaten anzutreten. Gelänge ihm dies, dann würden er und seine Soldaten über unschätzbare Vermögen herrschen und aller Sorgen enthoben sein.

Ein kühner Plan, fürwahr.

Etwa eine Woche später drang lautes Heulen und Wehklagen aus Bledas Jurte. Was war geschehen? Der Rabauke Bleda hatte in der Nacht unvermutet sein Leben ausgehaucht. Warum konnte sich keiner erklären. Kräftig und gesund hatte er gewirkt. Tüchtig gegessen und getrunken hatte er noch am Abend. Und jetzt?

Mit starrem Blick sah Attila zu, wie sein Bruder zu Asche wurde. Niemand hatte Bledas dritte Frau bemerkt, die in der Nacht vor seinem Tod aus der Jurte Attilas gekrochen kam. Das Fläschchen mit dem todbringenden Gift versteckt.

Attila war nun alleiniger Herrscher und konnte daran gehen, seine Pläne in die Tat umzusetzen. Sein größtes Bestreben war es, die beiden römischen Reiche voneinander getrennt zu halten.

Unzufrieden war er darüber, dass sein Vertrauter Onegesios mit „nur“ zweihundert Pfund Gold zurückgekehrt war, statt mit den geforderten siebenhundert.

„Sie halten uns für Idioten“, grollte er. „Für primitive hilflose Idioten! Wir müssen ihnen zeigen, dass wir das nicht sind. Eine Lehre werden wir den Scheissern in Konstantinopel erteilen, die sie so schnell nicht vergessen sollten!“

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